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Alles auf Anfang, Folge 1

Schweizerdeutscher Mitmach- und Mutmach-Podcast über Neuanfang, Veränderung, Chancen und Ängste

01.06.2026 13 min Chris Carlyce

Zusammenfassung & Show Notes

In der ersten Folge wird mit dem Thema Neuanfang gestartet. Nach meinem eigenen Neustart in der alten Heimat Schweiz beschäftige ich mich intensiv mit der Thematik und möchte mich mit anderen austauschen, die über einen Neustart nachdenken oder ihn schon gewagt haben.

Transkript

Podcast Folge 1 Hallo und herzlich willkommen bei meinem Podcast „Alles auf Anfang“! Ich bin Chris und noch ganz neu in der Podcast-Welt und ich weiß auch ganz ehrlich noch nicht wirklich, ob ich überhaupt hierhin gehöre oder ob mir einfach nur manchmal jemand zum Quatschen über gewisse Themen fehlt?? Da ich selbst gerade mal wieder einen richtigen Neustart hingelegt habe und bemerken konnte, wie gut mir das tat, habe ich mich intensiv mit dem Thema beschäftigt und möchte mich nun mit euch dazu austauschen. Bei meinem Podcast soll es also um die Themen Neuanfänge und Veränderung und alles, was dazugehört, gehen. Ich möchte ganz viele Geschichten und Erfahrungen dazu hören und mit euch teilen, von euren Ängsten und Träumen lesen und alles wissen, was ihr zum Thema Neuanfang denkt und mitteilen möchtet. Schickt mir eure Geschichten, lasst uns einen Austausch darüber starten und über verschiedene Bewältigungsstrategien diskutieren. So vieles ist leichter, wenn man davon erzählen kann und weiß, dass man nicht ganz alleine ist damit. Bis ich eure Geschichten lesen darf, wird es ja noch ein paar Wochen dauern, bis dahin rede ich über die wichtigsten Punkte zum Thema Neustart und erzähle vielleicht auch das eine oder andere von meiner Geschichte. Vor ein paar Monaten bin ich nach 16 Jahren in Deutschland wieder zurück in die Schweiz gezogen, in eine mir noch völlig fremde Stadt und ich habe logischerweise erstmal ein wenig Zeit gebraucht, mich zurechtzufinden. Wo sind welche Geschäfte? Welche sind bezahlbar? Was ist Twint? Alles lebenswichtige Fragen, die sich mir stellten!! Ich durfte mit Staunen lernen, dass man einfach alles, wirklich alles, mit Twint bezahlen kann, auch den Strassenmusiker und die Kerzchen in der Kirche! Und ich durfte mit Begeisterung feststellen, dass alle Leute sehr höflich sind und wie schön es doch ist, dass die Züge so pünktlich sind!! Und dass jederzeit ein Bus oder Zug einfach überallhin fährt!! Nicht, dass hier oder dort alles besser wäre, das will ich gar nicht sagen, es ist halt einfach in vielen Bereichen ein wenig anders. Und ich habe auch nur auf der deutschen Seite des Bodensees gewohnt, nicht in Berlin oder im Ruhrgebiet oder irgendwo sonst, wo die Unterschiede dann doch deutlicher zutage kommen würden… Auf jeden Fall mussten wir uns erst einrichten und eingewöhnen, mein Sohn musste in seiner neuen Schule anfangen und ich die leidige Sache mit dem Abfallsystem schon wieder neu lernen. Wann kommt nochmal was wo hin? Die Abfall-Sache hat mich schon beim letzten länderübergreifenden Umzug sehr beschäftigt, was ein wenig seltsam ist, denn wer beschäftigt sich schon gerne über das Nötigste hinaus oder wenn es nicht die Arbeit erfordert, mit Müll? Aber es wird halt einfach überall ein bisschen anders gemacht und ich möchte es gerne richtig machen, alles soll schön recycelt werden und gut ist. Mit meinem Umzug habe ich so einen richtigen Neustart geplant, alles sollte anders und besser werden und die selbstgesteckten Ziele sollten vor allem auch endlich einmal erreicht werden. Ich hatte ganz viele Pläne; Ich wollte nur noch ganz gesund essen, ungefähr 20 Kilo abnehmen, mindestens zehn neuen Sprachen lernen, mehr Malen, Lesen und Musik machen, meine Muskeln straffen, mit meinem Sohn mehr unternehmen, damit er weniger Zeit am Tablet verbringt, mehr Schach spielen und einen Garten anlegen… Und, und, und… Die Ideen und Pläne waren da… Allzu schlecht bin ich gar nicht unterwegs. Ich male, lese und musiziere tatsächlich sehr viel mehr, mein Sohn ist einiges weniger lang am Tablet, 5 Kilo waren nach dem Umzugsstress und Geschleppe schon runter, nach Weihnachten wieder drauf, vor Ostern wieder runter und nach Ostern wieder drauf und jetzt sogar ein bisschen mehr wieder runter. Aber der Rest? Die Muskeln sind dank Homeoffice noch schlaffer, dafür macht der Rücken sich ab und zu lautstark bemerkbar, Sprachen kann ich noch genau gleich viele genau gleich schlecht und die paar neuen Wörtchen, die ich mir eigentlich einprägen wollte, wollen einfach nicht im Kopf bleiben und zum Schach spielen sollte ich vielleicht mal jemanden fragen, denn alleine ist es doch irgendwie nicht ganz so spaßig. Der Garten ist egal, das war eine nette Vorstellung für fünf Minuten, aber ich hab´s eh so gar nicht mit Gartenarbeit. Was jedoch sehr deutlich zu merken war in den ersten Wochen hier, war, wie gut mir das alles tat! Natürlich schwingt immer etwas Angst und Unsicherheit bei allem Neuen mit und ich bin sowieso der eher introvertierte Typ und wenn ich im neuen Geschäft nicht bemerkt habe, dass ich die Bananen hätte selbst wiegen müssen oder mich sonst irgendwie blöd anstelle, ist mir das noch eine lange Zeit furchtbar peinlich. Obwohl mir natürlich schon bewusst ist, dass kein Mensch sich für mich interessiert und sowieso alle nur mit sich selbst beschäftigt sind… Aber ihr kennt das bestimmt, oder!?! Auf jeden Fall meint man bei seinen ersten Gehversuchen durch die neue Heimat, fast schon spüren zu können, wie im Gehirn neue Verknüpfungen entstehen, wie viel weiter das Sichtfeld geöffnet ist und wie viel deutlicher die neuen Eindrücke bei einem ankommen. Man registriert einfach viel mehr. Sieht jedes Strassenschild, wo man in der alten Umgebung nicht mal mehr den Namen der nächsten Strasse im Kopf hatte. Alles ist interessant und neu und aufregend und man ist so richtig stolz, wenn man einen Weg beim zweiten Mal ohne Navi findet. Zumindest mir ging es so. Dem einen oder der anderen von euch auch? Als ich dann einiges über die Auswirkungen auf das Gehirn bei Neustarts oder auch einfach neuen Dingen, die man ausprobiert oder lernt, gelesen habe, hat mich das gar nicht erstaunt. Neues wagen, andere, unbekannte Wege gehen, ein neues Hobby anfangen oder eine neue Sprache entdecken, seine sozialen Kontakte erweitern oder auch einfach ab und zu seine Gewohnheiten hinterfragen und nur kleine Dinge ändern, wie die Richtung, in der man den Kaffee umrührt, oder mal die Hand wechseln, mit der man die Zähne putzt, eine andere als die übliche Route zur Arbeit nehmen, das alles tut unserem Gehirn wahnsinnig gut. Es hält jung, es hilf bei der Prävention gegen Demenz und es ist schließlich auch gut für´s Selbstvertrauen, wenn man immer mal wieder zu sich sagen kann: „wow, toll! Das alles habe ich geschafft!“ Neuanfänge sind also was Gutes. Ich habe selbst schon unzählige hinter mir. Sei es wegen einem Jobwechsel oder weil mir mal wieder jemand das Leben so unerträglich machte, dass ich etwas ändern musste. Und solche Knicke in Biografien finde ich auch bei anderen Menschen immer super spannend. Ihr könnt alle fragen, die mich kennen: beim ersten Aufeinandertreffen quetsche ich die Leute gerne ein ganz klein wenig aus, denn ich will unbedingt wissen, woher sie kommen, warum sie da sind, wo sie jetzt sind, und am liebsten auch gleich, woher ihre Eltern kommen und warum die dort sind, wo sie jetzt sind und beim nächsten Treffen bitte möglichst auch noch die Geschichte der Großeltern und Urgroßeltern. Ich kann mir dann die Vornamen der Menschen gleich merken und ihre Geschichte, habe aber in der Regel keine Ahnung mehr, welche Augenfarbe sie hatten, wie sie angezogen waren oder ähnliches, was einfach nicht so wichtig ist. Was bleibt euch in Erinnerung von solchen ersten Eindrücken? Zum Ausquetschen habe ich hier gerade nicht allzu viele interessante Exemplare, also brauche ich euch dort draußen! Erzählt mir von euren Neuanfängen. Von den Dingen, die ihr gemeistert habt, oder bei denen ihr gescheitert seid. Von der Angst, einen Absprung zu wagen und von der Angst davor, irgendwann zu bereuen, nie den Absprung gewagt zu haben. Ich lese gerade sehr viel zu diesen Themen und finde immer wieder sehr interessante und inspirierende Tipps und Gedanken zum Thema Veränderung und komme auch überall wieder zu denselben Punkten und all das möchte ich mit euch teilen. Gerne würde ich auch einfach in die nächsten Altenheime gehen und die Bewohnerinnen und Bewohner danach fragen, wie es sich für sie anfühlt, auf ihr Leben zurückzublicken. Fragen, was gut war und was sie bereuen. Aber das traue ich mich natürlich nicht. Zumindest noch nicht. Laut Studien bereuen ältere Menschen meist die Dinge, die sie nicht gewagt haben. Und das finde ich sehr traurig. Es ist traurig, weil es zeigt, dass von außen vorgegebene Wege oft wichtiger und richtiger zu sein scheinen als unsere eigenen Vorstellungen von unserem Glück, dass wir zu oft das Leben führen, das andere für uns vorgesehen haben, dass wir zu oft unsere Wünsche und Bedürfnisse hintenanstellen und unsere innere Stimme ignorieren oder nicht hören können oder nicht hören dürfen. Und das hält uns klein und macht uns unglücklich und dieses Unglück geben wir allzu oft auch an unsere Kinder weiter. Doch man kann das auch ändern. Man kann ausbrechen und sich selbst verwirklichen, seine Wünsche äußern, andere Wege beschreiten! Zumindest hier bei uns, in Europa, ist das für die meisten möglich. Und wenn man sich dabei nicht ganz alleine fühlt, ist es einfacher. Also, teilt eure Geschichten mit mir und allen, die zuhören, teilt euren Kummer und eure Hoffnungen. Schreibt mir über chris.aaa.podcast@gmail.com oder über die Homepage aaa-podcast.com und schreibt auch, ob ich eure Geschichte, anonymisiert natürlich, auch im Podcast behandeln darf. Ich freue mich sehr auf eure Erzählungen!

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Erzählt mir eure Gedanken zu den Themen, eure Ideen zu den gehörten Geschichten und erzählt mir eure Geschichte, was ihr erlebt habt zum Thema Neuanfang! 
Ich freue mich sehr auf eure Mitteilungen und euer Feedback, vielen Dank!!

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